24/7 und Romantikwochenende

August 15th, 2010

Als Gründer arbeitet man 7 Tage die Woche, rund um die Uhr und Privatleben gibt es keins? Mag sein, wenn man von einem begrenzten zeitliche Horizont seines Start-ups bzw. dem eigenen Engagement darin ausgeht. Wer allerdings Unternehmertum  als langfristige persönliche Perspektive versteht, sollte sich einen Gedanken oder zwei über Nachhaltigkeit und auch über die eigene private Lebensplanung machen.

Will ich mein Start-up zum Erfolg führen? – Keine Frage!

Arbeite ich auch am Wochenende? – Welcher Wochentag ist heute?

Eine Gründung ist mit viel Arbeit verbunden und erfordert natürlich persönliche Opfer. Und wie wohl jeder weiß, der selbstständig ist, ist nach dem Launch/der Eröffnung noch lange nicht Schluss. Ein eigenes Unternehmen führen heißt Verantwortung zu tragen– für sich selbst (und sein Einkommen) und nicht selten auch für Mitarbeiter, Geschäftspartner und natürlich gegenüber Kunden.

Immer wieder höre ich von anderen jungen Gründern, wie alles hinter dem Start-up zurücktritt, wie Sport nur noch als ins Büro radln stattfindet, Familien nicht mehr gesehen werden und Beziehungen zerbrechen.

Natürlich ist es manchmal schwierig alles unter einen Hut zu bekommen, sein Unternehmen voranzubringen, die Familie und Freunde regelmäßig zu sehen und genug Zeit für den Partner aufzubringen. Nicht immer hat das private Umfeld einen Bezug zum Unternehmertum und Verständnis, für die Situation, in der man während einer Gründung und mit einem jungen Unternehmen steckt.

Was wir alle aber nicht vergessen sollten ist, dass man nicht nur Business Planning betreiben kann, sondern sich auch privat im Klaren darüber werden kann und werden sollte, was die persönlichen Ziele sind, was notwendig ist diese zu erreichen und welche Kompromisse man bereit ist zu gehen – und welche nicht.

Als junge Gründer haben wir so viel mehr Flexibilität als unsere Freunde in Beratung, Banking und PE. Wir sind es gewohnt unseren eigenen Weg auch gegen Widerstände zu gehen und unsere eigenen Regeln zu machen. Mein Plädoyer an einem Sonntag, an dem sowohl ich als meine ebenfalls selbständige bessere Hälfte arbeiten ist eines für mehr Flexibilität im Kopf wenn es um Privates geht.

Sei privat was Du als Gründer im Job ohnehin sein musst – ambitioniert, zielorientiert (wenn’s sein muss auch mal lösungsorientiert), kreativ und immer ein wenig entscheidungsstärker, flexibler und schneller als andere. Wenn ein großer Kunde auf ein Angebot wartet und Du Sonntag arbeiten musst, kannst Du Dir trotzdem noch Zeit nehmen mit der Familie zu frühstücken oder Abends Freunde zu sehen. Und auch ein Romantikwochenende mit dem Partner muss nicht unbedingt Samstag/Sonntag stattfinden. Was hält Dich davon ab am Sonntag Deine Arbeit zu machen und Dienstag mit Deiner Liebsten /Deinem Liebsten blau zu machen?

Bei allem Gründungsstress bitte nicht vergessen: Dein Leben ist das was Du draus machst.

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