Letter from Munich – 051

Letter from Munich – the Joseph Affair – 51

EINE DEUTSCHE FASSUNG STEHT WEITER UNTEN.

28 December 2001

Dear Mr. Graf, dear friends,

Continuation of last week’s letter:

“This document begins with the usual formula,” Francesca was saying. “I’m going to read it out and shorten it a little. It may be useful to read these words, because they offer some insight into how seriously the youthful witness must have taken his statement: ‘Sebnitz, 6 July 2000. I, Rene May, declare that I understand the legal meaning of a Statement under Oath; I understand that a false sworn statement is a punishable offense; I understand that the following sworn statement is to be considered evidence in court.’

“The statement begins: ‘In order to amplify my statement of 29 Maruch 2000, I would like to respond to Frau Renate Kantelberg’s inquiries by adding the following:

‘As to her question about whether I remember if a group of children from a kindergarten had settled themselves in front of Thalheim’s snack stand, I can say, yes, there were two groups of kindergarten children, but I don’t know which kindergarten they were from.

‘As to Frau Kantelberg’s question as to whether I noticed – as Diana and Joseph arrived at the Dr. Petzold Swimming Pool around 2:30 PM – that a group of young adult right-wingers suddenly appeared, I can say, yes, that’s right, a group of them did suddenly show up, because my young brother Sven pointed them out to me. There were about thirty or forty of them, from around twenty to twenty-eight years old, with combat boots and leather jackets, like the ones you can buy from the Czechs – and they had shaved heads.’”

Francesca paused a moment. “Many people who believe in the theory that Joseph’s murder was an accident have said that it would be impossible for a large group of right-wing extremist – or, more precisely, neo-Nazis – to enter the grounds of the swimming pool with causing a stir. Rene May’s brother, though, had to draw Rene’s attention to them. If these neo-Nazis had entered the swimming pool grounds, where everyone could see them, why did Rene’s brother have to draw his attention to them? Buf if these thirty or forty neo-Nazis were outside the swimming pool grounds, then Rene would not necessarily have noticed them right away. He could have needed his brother to point them out. The young Rene speaks later of fifteen right-wingers, who were standing in front of the pool grounds, and no thought to ask if this was a different group or a part of the thirty or forty he just mentioned. In any case, it’s clear to me that there could have been a large group of neo-Nazis near the swimming pool, and they could have been visible without their actually entering the pool grounds and causing a stir.”

A woman who was there looked skeptical, but said nothing.

Francesca went on reading Rene May’s sworn statement: “’I saw with my own eyes that there were also about fifteen right wingers with combat boots and shaved heads standing in front of the Dr. Petzold Swimming Pool.’”

Continued next week.

Sincerely yours,

Robert John Bennett

Mauerkircherstrasse 68

81925 Germany

Telephone: +49.89.981.0208

E-Mail:  rjbennett at post.harvard.edu

E-M… Saad and Renate Kantelberg-Abdulla:  majoskantelberg at t-online.de

–… many recipients of this letter may read German more easily than they read English, the following is the author’s own translation of the above letter. Please note that word-processing programs outside of German-speaking countries may not display all of the letters of the German alphabet correctly.

Bitte vergessen Sie nicht, dass der Autor dieses Briefes Autodidakt ist, was die deutsche Sprache betrifft, und er weiß, dass, wenn es um eine Übersetzung aus der deutschen Sprache ins Englische geht, viele Fehler hervortreten müssen. Er hofft aber, man werde diese Fehler übersehen, um hinter den Fehlern das sehen zu können, was in diesem Schreiben und in dieser Affäre von zentraler Bedeutung ist.

München, den 28. December 2001

Sehr geehrter Herr Graf, sehr geehrte Freunde,

Fortsetzung des Briefes von der letzten Woche:

„Diese Dokument beginnt mit den gewöhnlichen Worten,“ sagte Francesca. „Ich werde die ein bisschen abkürzen. Es ist aber vielleicht hilfreich, sie zu zitieren, weil wir dann wissen können, wie ernst der junge Zeuge die Aussage nehmen musste: ‚Sebnitz. 6. Juli 2000. Mir, Rene May, sind die rechtliche Bedeutung einer eidesstattlichen Versicherung, insbesondere die strafrechtlichen Folgen einer falschen eidesstattlichen Versicherung sowie die Tatsache bekannt, dass meine nachfolgende eidesstattliche Versicherung zur Vorlage beim Gericht bestimmt ist.’

Die Aussage beginnt: ‚Ergänzend zu meiner Aussage vom 29.03.2000 möchte ich auf die Nachfrage von Frau Renate Kantelberg noch folgendes ergänzen.

Auf die Frage ob ich mich erinnere, ob vorne bei Thalheims eine Kindergartengruppe lagerte, kann ich sagen, ja, es lagerten dort zwei Kindergartengruppen, ich weiß aber nicht mehr von welchem Kindergarten.

Auf die Frage von Frau Kantelberg, ob mir aufgefallen wäre, als Diana und Joseph gegen circa 14.30 Uhr im Dr. Petzold Bad eintrafen, ob plötzlich eine Gruppe von Erwachsenen rechten Jugendlichen erschienen wäre, kann ich sicher sagen, ja, dass stimmt, es erschien plötzlich eine größere Gruppe von Rechten, da mein kleiner Bruder Sven mich selbst darauf aufmerksam machte. Es waren ungefähr 30 bis 40 Mann von ungefähr 20 bis 28 Jahren mit Springerstiefeln und mit B-Jacken (Bomber jacken), das sind Jacken, die bei den Tschechen gibt, und mit Glatze’“.

Francesca hielt einen Augenblich inne. „Viele, die die Theorie unterstützen, dass Josephs Mord ein Unfall war, haben gesagt, es sei unmöglich, dass so eine große Gruppe von Rechten – oder genauer gesagt, Neonazis – auf das Badegelände eintreten könnte, ohne Aufsehen zu erregen. Rene Mays Bruder aber musste Rene auf die Rechten aufmerksam machen. Wenn diese Neonazis auf das Badegelände getreten wären, wo alle hätten sie sehen können, warum musste Renes Bruder ihn darauf aufmerksam machen? Wenn diese Gruppe von 30 bis 40 Neonazis aber außerhalb vom Badegelände wäre, dann muss es nicht unbedingt stimmen, dass Rene sie sofort bemerkt hätte. Es hätte nötig sein können, dass sein Bruder ihn darauf aufmerksam macht. Der Junge, Rene, spricht später von fünfzehn Rechten, die vor dem Bad standen, und niemand hat daran gedacht, zu fragen, ob das eine andere Gruppe war, oder ein Teil von dieser Gruppe von 30 oder 40. Auf jeden Fall ist es mir klar, dass es eine große Gruppe von Neonazis in der Nähe des Bads hätte geben können und gesehen werden können, ohne dass sie auf das Badegelände treten und Aufsehen erregen“.

Eine Frau, die dabei war, wirkte etwas skeptisch, aber sie sagte nichts.

Francesca fuhr fort, Rene Mays eidesstattliche Versicherung vorzulesen: „,Ich habe mit eigenen Augen gesehen, dass vor dem Dr.-Petzold-Bad auch rund fünfzehn Rechte mit Springerstiefeln und mit Glatze standen.’“

Fortsetzung nächste Woche.

Mit freundlichen Grüßen

Robert John Bennett

Mauerkircherstrasse 68

81925 Germany

Telephone: +49.89.981.0208

E-Mail:  rjbennett at post.harvard.edu

E-M… an Herrn und Frau Dr. Kantelberg-Abdulla:  majoskantelberg at t-online.de

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