Letter from Munich – 055

Letter from Munich – the Joseph Affair – 55

EINE DEUTSCHE FASSUNG STEHT WEITER UNTEN.

25 January 2002

Dear Mr. Graf, dear friends,

Continuation of the letter from last week:

Francesca went on reading Rene May’s sworn statement: “’In response to Frau Kantelberg’s question about where the kindergarten group was and how many kindergarten teachers were there: They were in front, where the baby pool is. Where Thalheims is. There were three kindergarten teachers there.

“’In reply to Frau Kantelberg’s question about whether this kindergarten group stayed there or went away: They went away when they saw how Joseph was being worked over.

“’In answer to Frau Kantelberg’s question about whether they really saw that Joseph was being held by force and tortured: Yes, they saw that Joseph was being held by force, also that he was forced to drink something. Also that he was crying loud, also that they were working him over with the stun gun.

“’In response to Frau Kantelberg’s question about whether or not the kindergarten teachers had tried to help Joseph: “No, they didn’t help him; they went with the group of children into the shallow water; they went away.

“’In reply to Frau Kantelberg’s question about whether I left the place where I was lying so I could have a better view of what was going on: I went to the guard room so I could see everything better. I stood at the corner of the swimming pool building; I mean, near the door to the pool in the building. From there I could see how Joseph was brought to the deeper pool by Maik Hauke and Sandro Richter. And, as I said in my first statement, how they threw Joseph into the deep water and jumped up and down on him.’”

Continued next week.

As always, I have to say that an old man like me just doesn’t know what to make of all this. It seems that a child was murdered, and the murderers are free. And not only that, but they were never brought to trial. How can something like that happen in Germany? I just don’t understand it.

Sincerely yours,

Robert John Bennett

Mauerkircherstrasse 68

81925 Germany

Telephone: +49.89.981.0208

E-Mail:  rjbennett at post.harvard.edu

E-M… Saad and Renate Kantelberg-Abdulla:  majoskantelberg at t-online.de

–… many recipients of this letter may read German more easily than they read English, the following is the author’s own translation of the above letter. Please note that word-processing programs outside of German-speaking countries may not display all of the letters of the German alphabet correctly.

Bitte vergessen Sie nicht, dass der Autor dieses Briefes Autodidakt ist, was die deutsche Sprache betrifft, und er weiß, dass, wenn es um eine Übersetzung aus der deutschen Sprache ins Englische geht, viele Fehler hervortreten müssen. Er hofft aber, man werde diese Fehler übersehen, um hinter den Fehlern das sehen zu können, was in diesem Schreiben und in dieser Affäre von zentraler Bedeutung ist.

München, den 25. Januar 2002

Sehr geehrter Herr Graf, sehr geehrte Freunde,

Fortsetzung von der letzten Woche:

Francesca las Rene Mays eidesstattliche Erklärung vor: „,Auf de Frage von Frau Kantelberg, wo die Kindergartengruppe gelagert hätte und wie viele Kindergärtnerinnen da gewesen wären, antworte ich: „Sie lagerten vorne, wo das Babybecken ist. Dort wo Thalheims ist. Es waren drei Kindergärtnerinnen da.“

Auf die Frage von Frau Kantelberg, ob diese Kindergartengruppen dageblieben sind oder weggegangen sind, antworte ich: „Sie sind wegegangen, als sie sahen das Joseph bearbeittet wurde“.

Auf die Frage von Frau Kantelberg, haben sie also wirklich gesehen, dass Joseph mit Gewalt festgehalten wurde und gequält wurde, antworte ich: „Ja, sie haben gesehen, dass Joseph mit Gewalt festgehalten wurde, auch dass er mit Gewalt gezwungen wurde die Flüssigkeit zu trinken. Auch dass er laut weinte, auch dass sie ihn mit dem Elektroschocker bearbeitet haben“.

Auf die Frage von Frau Kantelberg, ob die Kindergärtnerinnen nicht versucht hätten Joseph zu helfen, antworte ich: „Nein, sie halfen ihm nicht, sie sind mit der Kindergartengruppe in das flache Wasser gegangen, also sind sie weggegangen“.

Auf die Frage von Frau Kantelberg, ob die Kindergärtnerinnen mit ihren Kindern nicht sofort aus dem Schwimmbad rausgegangen wären, antworte ich: „Nein, die Kindergärtnerinnen sind zusammen mit den Kindern in das flache Becken gegangen“.

Auf die Frage von Frau Kantelberg, ob ich mich von meinem Lagerplatz entfernt hätte, um den ganzen Vorgang besser zu beobachten, antworte ich: „Ich bin um das Ganze besser beobachten zu können, zum Kontrollraum gegangen. Ich stand dann an der Ecke des Hallenbades, das heißt in der Nähe der Tür zum Becken im Hallenbad. Von dort aus konnte ich beobachten, wie Joseph von Maik Hauke und Sandro Richter zum tiefen Becken gebracht wurde. Und wie sie Joseph dann, wie ich schon in meiner ersten Aussage berichtet habe, ins tiefe Wasser warfen und auf ihm herumhoppsten“’“.

Fortsetzung nächste Woche.

Wie üblich muss ich sagen, dass ein alter Mann, wie ich es bin, einfach nicht viel mit alles dieses anfangen kann. Es scheint, Leute einen Mord an einem Kind begangen haben, aber die Mörder sind frei. Darüber hinaus wurde es ihnen gar kein Prozess gemacht. Wie kann so etwas in Deutschland heutzutage passieren? Das verstehe ich einfach nicht. Ich wünsche mir aber, es wäre möglich, dass ein Prozess in Amerika stattfinden könnte, das all dies erklären würde.

Mit freundlichen Grüßen

Robert John Bennett

Mauerkircherstrasse 68

81925 Germany

Telephone: +49.89.981.0208

E-Mail:  rjbennett at post.harvard.edu

E-M… an Herrn und Frau Dr. Kantelberg-Abdulla:  majoskantelberg at t-online.de

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