Letter from Munich – 091

Letter from Munich – the Joseph Affair – 91

EINE DEUTSCHE FASSUNG STEHT WEITER UNTEN.

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4 October 2002

Dear Mr. Graf, dear friends,

Last week Helmut read out the following from the transcript of the police questioning of Juergen Reichel:

ANSWER: Yes, I’d also like to say that yesterday the daughter of the Abdulla family, Diana Kantelberg, telephoned us. I answered the phone, and she asked me of she could speak with Daniel Steiner. I asked her why, but I got no answer. I didn’t let her speak to my son. I ended the conversation, and as far as I know Daniel didn’t call the Kantelbergs back. I don’t have anything more to say in this matter, except we want to have some peace, finally, in Sebnitz.

“In other words,” said Helmut, “Herr Reichel means, ‘we just want to hush the whole thing up’. They ‘want to have some peace, finally, in Sebnitz.’ I find that sentence remarkable.” He continued reading the transcript.

QUESTION: Do you know the Dr. Petzold swimming pool and were you ever a visitor at the pool?

ANSWER: I’m familiar with the Dr. Petzold pool. Certainly I’ve driven Daniel there in my car too. I was never a visitor at the pool myself, though.

QUESTION: Have you any observations to make about the facts of the matter of 13 June 1997, the day of the pool accident involving little Joseph?

ANSWER: Well, as to the facts of the matter regarding the pool, I can’t make any statements about that myself. I only know that when Daniel came home that evening, he told us that someone had drowned at the pool. Right now I can’t say whether he mentioned a name or not. I do know that Daniel was very upset that day. He was just twelve years old then. The only thing I know about the facts of the matter is what Daniel told me: that he and someone else got the little boy out of the water. I really can’t say anything more about it.

“Then,” said Helmut, “it says in the transcript that the questioning was concluded at 11:10 a.m. And there are the usual signatures. I have to say I find it significant that Herr Reichel confirmed two facts. First, on the day Joseph died, Daniel was very upset when he returned home. Second, that ‘he and someone else got the little boy out of the water.’”

Sincerely yours,

Robert John Bennett

Mauerkircherstrasse 68

81925 Germany

Telephone: +49.89.981.0208

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Since many recipients of this letter may read German more easily than they read English, the following is the author’s own translation of the above letter. Please note that word-processing programs outside of German-speaking countries may not display all of the letters of the German alphabet correctly.

Bitte vergessen Sie nicht, dass der Autor dieses Briefes Autodidakt ist, was die deutsche Sprache betrifft, und er weiß, dass, wenn es um eine Übersetzung aus der deutschen Sprache ins Englische geht, viele Fehler hervortreten müssen. Er hofft aber, man werde diese Fehler übersehen, um hinter den Fehlern das sehen zu können, was in diesem Schreiben und in dieser Affäre von zentraler Bedeutung ist.

Alle Briefe aus München sind abrufbar:

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München, den 4. Oktober 2002

Sehr geehrter Herr Graf, sehr geehrte Freunde,

Letze Woche hat Helmut Folgendes aus dem Protokoll der Vernehmung des Jürgen Reichel vorgelesen:

ANTWORT: Ja, ich möchte noch bemerken, dass gestern die Tochter der Familie Abdulla, die Diana Kantelberg, bei uns angerufen hat. Ich habe den Hörer abgenommen und sie fragte mich, ob sie den Daniel Steiner mal sprechen kann. Ich fragte nach dem Grund, darauf habe ich keine Antwort erhalten. Ich habe die Diana nicht mit meinem Sohn verbunden. Ich habe das Gespräch beendet und soviel ich weiß, hat der Daniel Steiner die Kantelbergs auch nicht zurückgerufen. Weiteres kann ich zu diesem Sachverhalt nicht sagen, außer, dass wir nun endlich unsere Ruhe haben wollen in Sebnitz.

„Anders gesagt,“ bemerkte Helmut, „meinte Herr Reichel, ‚wir wollen die ganze Sache einfach vertuschen’. Sie wollen ihre Ruhe haben. Ich finde das einen bemerkenswerten Satz.“ Dann fuhr er fort, das Protokoll vorzulesen.

FRAGE: Kennen Sie das Dr. Petzold-Bad und waren Sie selbst schon Gast in diesem Bad?

ANTWORT: Also, mir ist das Dr. Petzold-Bad bekannt. Ich habe sicherlich auch den Daniel schon mit dem Fahrzeug zum Bad gebracht. Ich selbst war aber noch nie Gast in diesem Bad.

FRAGE: Zum Sachverhalt vom 13.06.1997, dem Tag des Badeunfalles des kleinen Josephs, haben Sie dazu Feststellungen getroffen?

ANTWORT: Also, zu dem Sachverhalt im Bad selbst kann ich keine Aussagen treffen. Ich weiß nur noch, als der Daniel an diesem Tag abends nach Hause kam, hat er erzählt, dass im Bad jemand ertrunken ist. Ich kann aber jetzt nicht mehr sagen, ob er einen Namen nannte. Ich weiß auch noch, dass der Daniel an diesem Tag sehr aufgelöst war. Er war damals erst 12 Jahre alt. Ich selbst weiß vom Sachverhalt nur, dass was ich vom Daniel erzählt bekommen habe, dass er mit noch jemand anderem den kleinen Jungen aus dem Wasser geholt hat. Mehr kann ich aber dazu wirklich nicht sagen.

„Dann steht es,“ sagte Helmut, „dass die Vernehmung um 11.10 Uhr geschlossen wurde. Und es gibt die üblichen Unterschriften. Ich muss sagen, ich finde es bedeutend, dass Herr Reichel zwei Tatsache bestätigte. Erstens, am Tag von Josephs Tod war Daniel sehr aufgelöst, als er nach Hause zurückkam. Zweitens, ‚dass er mit noch jemand anderem den kleinen Jungen aus dem Wasser geholt hat’.“

Mit freundlichen Grüßen

Robert John Bennett

Mauerkircherstrasse 68

81925 Germany

Telephone: +49.89.981.0208

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