Letter from Munich – 099

Letter from Munich – the Joseph Affair – 99

EINE DEUTSCHE FASSUNG STEHT WEITER UNTEN.

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29 November 2002

Dear Mr. Graf, dear friends,

A continuation of the letter from Joseph’s father to the Arab League in Bonn concerning a recent documentary on the murder of his son:

“The truth about a murder – and more than that, a racially motivated murder – is being suppressed in order to enhance the image of eastern Germany, especially the area known as “the Switzerland of Saxony”. This area is a stronghold of the right wing, one they have turned into a “foreigner free” zone. The truth is also being suppressed because that part of the country depends on tourism and foreign investors for its economic survival.

“The purpose of the documentary is not only to denounce us, but also to destroy our painfully rebuilt existence and to drive us deeper into financial ruin. The purpose is to silence us, so that we will never again mention the murder of our son or try to call the guilty to account. It is shameful for Germany that the murderers, who have both a police record and a record of violence, are running around free and are still a danger, if not to us then to others.

“I am asking you to put a stop to the broadcast of this documentary, which is supposed to clear up the “media mess” associated with my son’s death, but which is in fact a slander on my family. I am asking that you prevent the broadcast over the German state television channel MDR next Tuesday, 26 November 2002, be means of a temporary injunction, and also prevent any possible future broadcasts.

“There is no statute of limitations on murder. Numerous pieces of evidence of the murder of my son are available but are routinely ignored by the German justice system. Since my son was the holder of an Iraqi passport, and was therefore of Arab descent, I consider that the Arab League in a sense has a responsibility for obtaining a temporary injunction against the broadcast of this slanderous documentary. It also has a responsibility to object to the way a solution of my son’s murder has been thwarted. It should also consider turning to independent institutions – even foreign ones – for assistance in this matter. It should no longer be acceptable that a child be murdered because of his country of origin and that the existence of his parents and sister be maliciously destroyed.

“Yours faithfully,

“Dr. Saad Abdulla”

This is the conclusion of Dr. Abdulla’s letter.

Sincerely yours,

Robert John Bennett

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Since many recipients of this letter may read German more easily than they read English, the following is the author’s own translation of the above letter. Please note that word-processing programs outside of German-speaking countries may not display all of the letters of the German alphabet correctly.

Bitte vergessen Sie nicht, dass der Autor dieses Briefes Autodidakt ist, was die deutsche Sprache betrifft, und er weiß, dass, wenn es um eine Übersetzung aus der deutschen Sprache ins Englische geht, viele Fehler hervortreten müssen. Er hofft aber, man werde diese Fehler übersehen, um hinter den Fehlern das sehen zu können, was in diesem Schreiben und in dieser Affäre von zentraler Bedeutung ist.

Alle Briefe aus München sind abrufbar:

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München, den 29. November 2002

Sehr geehrter Herr Graf, sehr geehrte Freunde,

Fortsetzung des Briefes von Josephs Vater an die Liga der Arabischen Staaten in Bonn, über einen neuen Dokumentarfilm über den Mord seines Sohnes:

„Ein Mord und dazu ein rassistische Mord soll vertuscht werden, das Image des Osten und speziell der Sächsischen Schweiz, eine Hochburg der rechtsradikalen Szene und zudem eine ‚ausländerfreie Zone’ aufzupolieren, da diese Region dringend auf Tourismus und ausländische Investoren angewiesen ist, um wirtschaftlich überleben zu können.

Der Zweck dieser Verfilmung ist es, uns noch weiter zu denunzieren, uns unsere mühselig neu angebaute Existenz zu zerstören, um uns damit noch tiefer finanziell in den Ruinen zu treiben. Mit anderen Worten uns Mund tot zu machen, nie wieder den Mord an unserem Sohn zu erwähnen oder die Schuldigen gar zu Rechenschaft zu ziehen. Es ist eine Schande für Deutschland, dass die Mörder, die ein gewaltiges Register an Strafanzeigen und Straftaten aufweisen, frei herumlaufen und immer noch eine Gefahr wenn nicht für uns, so doch für andere darstellen.

Ich bitte Sie die Sendungen, die dazu dienen sollen den angeblichen Medien Gau – eine neu deutsche Wortschöpfung – „aufzuhellen“, die aber nichts anderes als eine Verleumdung meiner Familie darstellt, ein Ende zu setzen. Bitte verhindern Sie die Ausstrahlung der Sendung im MDR am kommenden Dienstag, den 26.11.02, durch eine einstweilige Verfügung und verhindern Sie etwaige weitere geplante Ausstrahlungen.

Mord verjährt nie. Beweise für die Ermordung meines Sohnes sind vielfältig vorhanden, sind aber von der deutschen Justiz mutwillig ignoriert worden. Da mein Sohn den irakischen Pass besetzte – also arabischer Abstammung war – sehe ich die Arabische Liga unter anderen als mit zuständiger Instanz, erstens, eine einstweilige Verfügung gegen die Ausstrahlung dieser verleumderischen Filme zu erwirken, und zweitens, gegen die Vereitelung der Aufklärung der Ermordung meines Sohnes Einspruch zu erheben und unabhängige – auch ausländische Institutionen – heranzuziehen. Es darf nicht mehr länger hingenommen werden, dass ein Kind auf Grund seiner Abstammung ermordet wird und zusätzlich und böswillig von bestimmten Kreisen die Existenz der Eltern und seiner Schwester vernichtet wird.

Hochachtungsvoll

PD Dr. Saad Abdulla“

End des Briefes von Herrn Dr. Abdulla.

Mit freundlichen Grüßen

Robert John Bennett

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