Letter from Munich – 102

Letter from Munich – the Joseph Affair – 102

EINE DEUTSCHE FASSUNG STEHT WEITER UNTEN.

http://www.joseph_affair.blogspot.com

20 December 2002

Dear Mr. Graf, dear friends,

My friend continued reading to us from Daniel Steiner’s sworn statement of 10 July 2000:

“I’m scared to say anything publicly. I know that the extreme right-wing people – people like a man called Pilz, who’s already been in prison, and Dirk Rentsch of Finkenbergstrasse in Sebnitz – these people would not hesitate to kill me or my family, and they have close ties to the right wing in the western part of Germany.

“I’ve gotten threats from Herr Pesch that I’d be killed if I make a statement. They don’t think anything of murdering somebody. Herr Pesch is really big, very strong, about two meters (or about six feet) tall, and violent.

“I know there are a lot of right-wing extremists among the police and that even the police will pass on to the right-wing the things that you tell them. So I’m even afraid of making a statement to the police.

“When I was with Mr. Lehmbruck, the lawyer, in his office, I said I saw Joseph being held really roughly by Maik Hauke. Before that, Maik Hauke hit Joseph several times in the face; Sandro Richter pulled Joseph’s neck back, hard.

“I saw Ute Schneider take a small bottle from her jacket, and pour something from it into a paper cup with an herbal drink in it.

“She’d gotten this cup, with the drink, at Thalheim’s kiosk before that, from the old man Thalheim. I saw her mix what was in the bottle with the drink in the cup and pour it into Joseph’s mouth. Some of the liquid ran down the side of Joseph’s mouth.

“I said (in the lawyer’s office) that I also saw Maik Hauke get a stun gun from Romy Kunte and use it on Joseph, on the lower right side of his stomach, after Ute Schneider had given him the drink. As far as I can remember, I saw the stun gun used only once.

“Maik Hauke was wearing a flight jacket and paratrooper boots. Sandro Richter was wearing paratrooper boots and a bathing suit. I didn’t say that so clearly in the sworn statement I made before.”

Sincerely yours,

Robert John Bennett

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Since many recipients of this letter may read German more easily than they read English, the following is the author’s translation of the above letter. Please note that word-processing programs outside of German-speaking countries may not display all of the letters of the German alphabet correctly.

Alle Briefe aus München sind abrufbar: http://www.joseph_affair.blogspot.com

München, den 20. Dezember 2002

Sehr geehrter Herr Graf, sehr geehrte Freunde,

mein Freund fuhr fort, Daniel Steiners eidesstattliche Versicherung von 10.07.00 vorzulesen:

„Ich habe Todesangst, öffentlich auszusagen, ich weiß, dass die extrem Rechten, wie zum Beispiel Pilz, Mahler – mehrmals bestraft, er saß schon im Gefängnis aus Neustadt, Dirk Rentsch, Finkenbergstr. in 01855 Sebnitz, vor der Ermordung meiner Person und auch meiner Familie nicht zurückschrecken und dass sie enge Beziehungen zu den Rechten zum Westen haben.

Ich habe Drohungen von Herrn Pesch erhalten, falls ich aussage, dass ich ermordet werde. Die schrecken nicht vor Mord zurück. Herr Pesch ist riesig groß, sehr stark, ein ungefähr 2 Meter Mann und gewalttätig.

Ich weiß, dass unter den Polizisten viele Rechte sind und auch Polizisten, die Dinge, die man ihnen erzählt an die Rechten weitergeben. Ich habe daher auch Angst bei der Polizei auszusagen.

Ich habe in Gegenwart der Anwesenden Herrn RA Lehmbruck erzählt, dass ich gesehen habe, wie Joseph von Maik Hauke mit grober Gewalt festgehalten wurde, Maik Hauke hat Joseph zuvor öfters ins Gesicht geschlagen, Sandro Richter zog Joseph am Nacken hart hinten.

Ich habe gesehen, wie Ute Schneider eine kleine Flasche aus ihrer Jacke holte, und den Inhalt dieser Flasche in de Pappbecher mit Waldmeister schüttete.

Dieser Becher mit Waldmeister hatte sie sich zuvor bei Thalheim’s von den älteren Thalheim’s geholt. Ich habe gesehen, wie Ute Schneider den Inhalt aus dem kleinen Fläschchen mit dem Waldmeister vermischte und Ute Schneider, wie ich schon in meiner Aussage erzählte, Joseph das Getränk einflößte. Etwas von der Flüssigkeit floss Joseph an seinem Mundwinkel vorbei.

Ich habe erzählt, dass ich zusätzlich noch gesehen habe, dass Maik Hauke von Ronny Kunte einen Elektroschocker bekam und dass Maik Hauke Joseph, nachdem Ute Schneider Joseph das Getränk gegeben hatte, einen Elektroschock in den rechten Unterbauch gab. Ich habe gesehen, soweit ich mich erinnere, dass der Elektroschocker nur einmal angesetzt wurde.

Maik Hauke trug während des Vorgangs eine B-Jacke und Springerstiefel. Sandro Richter trug Springerstiefel und eine Badehose. Das habe ich so genau in meiner Eidesstattlichen Aussage vorher nicht erzählt“.

Mit freundlichen Grüßen

Robert John Bennett

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