A Novel of Harvard

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16 September 2021

(Bemerkung: Der Beginn einer deutschen Übersetzung des Romans, die lediglich als eine Art Sprachübung erfolgt, ist durch Auswahl des entsprechenden Links auf der rechten Seite verfügbar. Das Kapitel, das gerade übersetzt wird, befindet sich unten. Die gesamte englische Version des Buches ist über die Links am rechten Rand dieser Seite verfügbar.)

(Note: The beginning of a German translation of the novel, done purely as a kind of language exercise, is available by selecting the appropriate link to the right. The chapter that is currently being translated is below. The entire English version of the book is available through the links on the right side of this page.)


Teil 3, Kapitel 6

“And what the dead had no speech for, when living,
They can tell you, being dead: the communication
Of the dead is tongued with fire beyond the language of the living.
Here, the intersection of the timeless moment
Is England and nowhere. Never and always.”
–T. S. Eliot

Four Quartets

“Und wofür die Toten keine Sprache hatten, als sie noch lebten,
Können sie dir sagen, wenn sie tot sind: Die Kommunikation
Der Toten ist mit einer Feuerzunge versehen, die die Sprache der Lebenden übersteigt.
Hier, der Schnittpunkt des zeitlosen Moments
Ist England und nirgendwo. Nie und immer.”
–T.S. Eliot

Vier Quartette

Im Alter von einundzwanzig Jahren war David wirklich zu naiv, um viel von Leiden zu verstehen. In Bezug auf das Leid, das seine Eltern ihm zuzufügen schienen, kam ihm nur eines in den Sinn: zu versuchen, einen Weg zu finden, ihnen zu widerstehen.

Das schien jedoch aussichtslos zu sein. Sie waren so mächtig. Er hatte das Gefühl, dass sie die vollständige Kontrolle über ihn hatten und ihn alles tun und fühlen lassen konnten, was sie wollten. Er dachte, er hätte keine andere Wahl, als sich ihnen und dem Leid, das sie ihm zufügten, zu beugen. Später wird er denken – und viele werden natürlich wieder sagen, dass das idiotisch war -, dass er hätte versuchen sollen, sich daran zu erinnern, dass das Leiden eine Quelle der Freude und der Kraft im traditionellen spirituellen Sinne sein kann. Für ihn war das einzige, was Leiden damals wirklich bedeutete, Depression und beinahe Verzweiflung.

Trotz seines Alters fühlte er sich mehr und mehr wie ein deprimierter Schuljunge. Immer wieder kam ihm die Frage in den Sinn: Wie konnte es sein, dass er nach allem, was er in Afrika getan hatte, nach allem, was er durchgemacht hatte, nur wieder unter die eiserne Kontrolle seiner armen Mutter geriet, während sein Stiefvater im Hintergrund knappe, drohende Anweisungen gab?

Er wusste einfach nicht, wie er sich aus einer solchen Situation befreien sollte. Er ahnte, dass er in den Augen seiner Mutter und seines Stiefvaters seit einem Jahr außer Kontrolle war und sie dafür sorgen mussten, dass so etwas nie wieder passieren würde.

So setzte sich die Abwärtsspirale fort: Je mehr er sich gefangen fühlte, desto deprimierter wurde er. Und je deprimierter er wurde, desto unmöglicher schien es, dass er sich jemals würde befreien können.

(Fortsetzung folgt.)

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