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A Novel of Harvard

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18 February 2019

Note: When I began writing what is in the end a very autobiographical novel, I thought it would be obvious that the story is being told by what is known technically as an “unreliable narrator.” I thought such a narrator would elicit more understanding of David, the story’s main character.

Unfortunately, I was wrong. It has not been obvious at all to many readers that the narrator is unreliable. They tend to identify the author with narrator. In fact, the author should be identified with David.

The narrator is meant to represent all those people whose views of David were misguided, obtuse, selfish, and ignorant.

The narrator can indeed be disliked and even despised because of the way he sees David, but the author does not see things the way the narrator does. The author did, however, once experience and think and see things as David does. In very many respects, in fact, this is still true.

I suppose a better writer would not have to explain all this.


(Bemerkung: Auf den Anfang einer deutschen Übersetzung des Romans, nur als eine Art Sprachübung durchgeführt, kann man unten rechts zugreifen. Das Kapitel, das zur Zeit übersetzte wird, befindet sich unten.)


(Note: The beginning of a German translation of the novel, done purely as a kind of language exercise, is available by selecting the appropriate link to the right. The chapter that is currently being translated is below. The entire English version of the book is available through the links on the right side of this page.)



Teil 1, Kapitel 26

“Spicy grove, cinnamon tree,
What is Africa to me?”
——Countee Cullen
“Heritage”

David stand im Eingang zum Wohnheim, vor dem offenen Briefkasten. Er starrte den Brief an. „Vielen Dank für Ihr Interesse am Projekt Tanganyika“, begann es. „Wir hatten eine sehr große Anzahl gut qualifizierter Kandidaten, vor allem aus Studierenden höherer Semester. . . . ”

Er hatte das Gefühl, als hätte sich der Boden unter ihm aufgelöst, und er fiel langsam in die Dunkelheit.

David reagierte manchmal auf Dinge, die den meisten Menschen unnötig dramatisch erscheinen würden, und es wäre leicht, ihn für diese Art von Reaktion zu verspotten.

Er war sich sicher, dass sein Äußeres nichts darauf hindeutete, was er fühlte. Er schloss den Briefkasten und stieg die vier Treppen zu seinem Zimmer hinauf. Er zwang sich, sich zu bewegen und so zu tun, als wäre nichts geschehen.

Und in gewisser Weise war wirklich nichts passiert, weil er absolut nicht akzeptieren konnte, dass er abgelehnt wurde und nicht nach Afrika gehen konnte. Sich damit abfinden, hätte bedeuten müssen, dass er sich einem unerträglichen Gewicht von Enttäuschung und Trauer hingeben musste, das vorerst hinter einer Art Mauer in seinem Kopf verblieb, wie von einem Damm zurückgehaltenes Hochwasser.

Wenn die Mauer nachgab, war es unmöglich zu wissen, was passieren würde.

Er war fest entschlossen, dass sie nicht nachgeben würde.

Er fuhr mit dem fort, was den meisten Leuten absurd erscheint. Er betete weiter. Er betete, dass es ihm immer noch erlaubt sei, als Mitglied des Projekts nach Afrika zu gehen. Wie ein Kind, Wie ein Kind, das entschlossen ist, nicht abgelehnt zu werden, bestand er immer wieder darauf, dass sein Gebet gehört werden sollte. Er forderte, er bat, er flehte wie ein kleiner Junge.

Hatten ihn die Nonnen nicht gelehrt, dass für Gott nichts unmöglich war? Was ist, wenn er abgelehnt wurde? Das könnte sich ändern. Wie? Er wusste es nicht. Er wusste, was er wusste. Wenn für Gott nichts unmöglich war, dann glaubte David, Gott könnte sogar – irgendwie – davon war er überzeugt – in die Vergangenheit zurück greifen und seine Ablehnung in eine Annahme umwandeln. David wusste nur, dass Gott alles tun konnte. Er konnte diese kleine Sache für David tun. Er würde dieses eine für ihn tun. So viel wusste David. Er würde nicht aufhören zu beten, bis er irgendwie hatte, was er wollte.

Natürlich war es eine lächerliche Art zu beten. Später würde sogar David denken, dass es lächerlich sei, aber er würde auch denken, dass es vielleicht so kindliche Gebete sind, solche lächerlichen Gebete, die Gebete derjenigen, die eine Ablehnung nicht tolerieren werden, die Gott öfter hört, als die Menschen erkennen.

Am Tag nachdem David den Brief erhalten hatte, der bestätigte, dass er abgelehnt worden war, rief er Peter im Projektbüro an. Er fragte Peter, ob es irgendeine Arbeit für das Projekt gäbe, die er erledigen könnte. David sagte, er sei enttäuscht, dass er nicht nach Ostafrika gehen könne, aber er wolle das Projekt auf irgendeine Weise unterstützen, die vielleicht nützlich wäre.

Es gab einen Moment Zögern, und dann sagte Peter: „Könntest du heute Nachmittag gegen vier Uhr in mein Büro kommen?”

Und das war alles. Den Rest des Tages verbrachte er damit, die routinemäßigen Elemente seines Lebens auszuführen, ohne viel zu beachten, was er tat. Wenn er darüber nachgedacht hätte, hätte er sich vielleicht gefragt, was er für möglich hielt. Ein Wunder. Irgendwie ein Wunder. Er wollte auf jeden Fall an diesem Projekt teilnehmen. Er wusste nicht, wie es passieren würde oder könnte, aber er wollte es und erwartete es.

Und er bekam, was er wollte. Am Nachmittag wurde in Peters Büro das Unmögliche auf möglichst natürliche Weise verwirklicht – wie üblich. Peter lächelte ihn von der anderen Seite seines Schreibtisches an und sagte: „Schau, ich gebe dir das direkt. Einer der Studienanfänger, den wir für das Projekt angenommen haben, hat sich entschieden, nicht zu gehen. Wir haben also einen extra Platz. Wenn du mit uns kommen willst – wenn du mit uns kommen willst, kannst du das.“

Da er verstand, dass es passieren musste, war David wenig überrascht. Er war natürlich sehr glücklich, aber all dies schien so zu sein, wie es sein sollte.

(Fortsetzung folgt)

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