A Novel of Harvard

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25 February 2021

(Bemerkung: Der Beginn einer deutschen Übersetzung des Romans, die lediglich als eine Art Sprachübung erfolgt, ist durch Auswahl des entsprechenden Links auf der rechten Seite verfügbar. Das Kapitel, das gerade übersetzt wird, befindet sich unten. Die gesamte englische Version des Buches ist über die Links am rechten Rand dieser Seite verfügbar.)

(Note: The beginning of a German translation of the novel, done purely as a kind of language exercise, is available by selecting the appropriate link to the right. The chapter that is currently being translated is below. The entire English version of the book is available through the links on the right side of this page.)


Teil 2, Kapitel 30

“…Among so many signs of power and rule
Conferred upon us, and dominion given….”
–Milton
Paradise Lost

“…Unter so vielen Zeichen von Macht und Herrschaft
Uns verliehen, und Herrschaft gegeben….”
–Milton
Das verlorene Paradies

An jenem Tag, als er ein Treffen einberief und niemand erschien, war Davids erste Reaktion eine sehr große Wut.

Er musste etwas tun, egal was, dachte er, um eine Situation zu korrigieren, die er unerträglich fand. Und er musste es sofort tun.

Wenn er nicht so jung und so unsicher gewesen wäre, wäre seine Reaktion vielleicht maßvoller gewesen, aber er war arrogant und stolz, auf fast teutonische Weise. Er glaubte, dass nicht nur seine Autorität in Frage gestellt worden war, sondern auch die vernünftige, hierarchische Ordnung der Dinge. Er war der Ansicht, dass diese Autorität und diese Ordnung um jeden Preis aufrechterhalten werden müssen.

Er war geduldig mit Kambanda gewesen, sagte er sich. Es ging nicht darum, alles zu dramatisieren. In einer Situation, in der es um das Leben anderer Menschen ging, gab es eine Grenze der Geduld.

Als er an diesem Tag zum Treffpunkt ging und dort fast niemanden vorfand, wandte er sich an einen der Flüchtlinge und bat darum, zu Kambandas Hütte gebracht zu werden. David fand ihn draußen; er sprach mit einigen der Flüchtlinge. Als David sich näherte, drehte Kambanda sich um und starrte ihn mit dem an, was David als Ausdruck milder Verachtung auf dem dünnen, mageren Gesicht interpretierte. David erwiderte diesen Blick und erkannte zum ersten Mal, was für eine mächtige Gestalt Kambanda war: groß und hager, mit langsamen, sorgfältig kontrollierten Bewegungen und Augen, die jeden so zu betrachten schienen, wie ein Mann ein Insekt anschauen würde.

Als David sprach, bemühte er sich sehr, sein Gefühl der Unsicherheit und Angst nicht zu zeigen. Er wollte ein Gefühl der Entschlossenheit vermitteln, obwohl er wusste, dass er wie nichts anderes als ein verzweifelter Jugendlicher klingen könnte.

“Erinnerst Sie sich, dass ich Sie gebeten habe, die Männer zu einem Treffen um elf Uhr zusammenzubringen?” sagte David auf Suaheli. Er spürte, wie seine Augen feucht wurden. Er fühlte sogar, dass er zitterte, aus unterdrückten Gefühlen von Wut und Angst, vielleicht sogar aus Heimweh für seine Freunde und für alles, was er in Dodoma hatte. Dennoch schaffte er es, in einem ebenen Ton fortzufahren: “Nun, niemand ist da.”

(Fortsetzung folgt.)

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